Wochenlang hat man die Abreise im Hinterkopf, freut sich auf ein Ziel, von dem man allerdings noch keine konkreten Vorstellungen hat, keine Farben, Formen. Erst am Ende der Reise sind die leeren Seiten dann Zeuge neuer Erfahrungen, Erlebnisse, Orte, Menschen, Gerüche und Meinungen geworden.
Mein Notizbuch trägt den Titel "Malaysia" und wartet in meinem Kopf schon ungeduldig auf den langersehnten Einsatz.
Erlebnisse sind nur leider ein sehr flüchtiges Gut. Viel zu schnell rutschen sie in die Kategorie "Erinnerungen" ab, in welcher sie dann verstauben und auf ihren willkürlich hervorgekramten Einsatz warten.
Eine berühmte deutsche Kinderbuchautorin schrieb in einem ihrer Bücher die Idee nieder, schöne Momente doch einfach in Marmeladengläser zu verpacken. So hätte man immer die Möglichkeit das Glas aufzuschrauben und den Augenblick wieder ganz real und präsent zu durchleben.
Diese Idee hat mich seit jeher fasziniert und ich probiere immer wieder schöne Momente in meinem Innersten zu verpacken.
So versuche ich das diesmal einfach erneut und präsentiere euch meine Erlebnisse in Marmeladengläsern. Damit ihr wenigstens ein bisschen von dem verheißenden Geruch, den Malaysia versprüht erschnuppern könnt :)
Marmeladenglas 1: Langkawi
Erste Station der Reise. 16 Tage liegen vor uns, voller Ungewissheit und Vorfreude blicken wir ihnen entgegen.
Nach dem gut vierstündigen Flug ist erst einmal wieder Reizüberflutung angesagt. Aber vom Feinsten! Kuala Lumpur lockt schon am Flughafen mit atemberaubenden Wiederentdeckungen. Nach einem halben Jahr in Hanoi kann so ein Dunkin Doughnut neben Starbucks und Mc Donalds erstaunliche Wirkung haben ;) Auch der extrem geordnete Verkehr mit Autos lässt uns staunen! Da bleibt die Tatsache, dass in Malaysia rechts gefahren wird geradezu unbeachtet...
In Kuala Lumpur treffen wir uns dann mit Franzi, die bereits einige Tage vorher angereißt ist, um mit ihr gemeinsam auf die Insel Langkawi zu fahren. Diese Insel liegt nördlich des Festlandes, direkt unter der thailändischen Grenze. Schon beim Übersetzen mit der Fähre bietet der Sonnenaufgang über dem Meer einen so unvergesslichen, einmalig malerischen Anblick, dass die Erwartungen an die Insel selbst weiter steigen. Verblüffender Weise weden diese Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern fast noch übertroffen.Ich kann sagen noch nie in meinem Leben an solch einem Ambiente gewesen zu sein. Weißester Sandstrand umrahmt von sattgrünen Kokospalmen, türkisfarbendstes Meer, das sich am Horizont mit dem strahlend blauen Himmel verbindet. Paradiesisch. Ganz wirklich und wahrhaftig.
Unsere Tage verbringen wir (natürlich) entspannt am Strand, bei einem Wasserfall, der sich auf dem Inselinneren befindet und in dessen vorgelagerten Wasserbecken wir mitsamt gefühlt 30 Malayen baden und auf einer sogenannten "Island-hopping-Tour". Bei dieser Tour fährt uns ein Boot im rasanten Fahrttempo, "hopping" war an dieser Stelle wohl wortwörtlich gemeint, zu verschiedenen kleineren Inseln, die sich rund um die Hauptinsel Langkawi verteilen. Wir bekommen einen weiteren Bilderbuchstrand zu sehen, können Seeadler aus nächster Nähe bewundern, in einem Bergsee mit "Fußknabberfischen" (meine persöniche Highlightneuentdeckung ;) ) schwimmen und erste Bekanntschaften mit Affen schließen. Wobei ich zugeben muss diesen Tieren dann doch eher mit Respekt zu begegnen. Es ist schon ein ziemlich seltsames Gefühl ganz plötzlich so einem fremden Tier, welches ich sonst höchstens mal im Zoo gesehen habe, in freier Wildbahn gegenüber zu stehen. Besonders wenn besagte Tiere dann auch noch anfangen Sonnenbrillen von den Köpfen der Touristinnen zu befreien oder an Rockzipfeln zu ziehen.... Dann doch lieber Zoo! ;)Die Abende verbringen wir ganz klischeegetreu am Strand. Mit Meeresrauschen, Sternenhimmel, Gitarrenmusik.
Also im Endeffekt kann vieles behauptet werden, aber nicht, dass uns der Abschied aus Langkawi leicht fällt!
Nur heißt es weiterziehen. Der Reisende ruht nicht, sondern geht.
Marmeladenglas 2: Penang (zumindest ein Teil davon gehört ins Marmeladenglas)
Wenn ich von einer absolut paradiesischen Insel nach einer dreistündigen, anstrengenden Fährfahrt auf einer anderen Insel ankomme und mit Regen begrüßt werde, ist das in meinen Augen schon mal kein netter Empfang! Der Eindruck der Insel Penang, unserer zweiten Reisestation bessert sich auch keineswegs, bei der Erkundungstour durch Georgetown, unserer Quartierstadt. Soll diese laut Reiseführer mit "unvergesslichem Allstadtcharme locken", so können wir nach 5 Monaten Hanoi nur laut lachen! Dreckig, grau und ein wechselnd zwischen modernen und alten Gebäuden ist in meinen Augen alles andere als charmant. Die Stadt wirkt auf mich unruhig, zusammengewürfelt insgesamt unstimmig. Es ist weniger an konkreten Beispielen auszumachen, als eher an meinem Gefühl. Ich fühle mich schlicht und ergreifend nicht wohl.Dieses Gefühl verbessert sich natürlich auch nicht, als mir am Abend dann prompt aus dem Nichts heraus auch noch meine Tasche geklaut wird. Es passiert ganz schnell. Moped von links, Messer und zack sehe ich mich nur noch schreien und hinter einem immer kleiner werdenden Moped rennen. Den Abend verbringen wir dann auf sage und schreibe 3 verschiedenen malaysischen Polizeistationen. Immerhin haben wir die jetzt auch mal hautnah erlebt...
Den nächsten Tag verbringen wir komplett in einem Tempel außerhalb von Georgetown, um dieser heißgeliebten Stadt bloß vom Hals zu bleiben. Der Tempel stimmt uns sogar etwas versöhnlich. Er ist der größte buddhistische in ganz Malaysia und wirklich sehr beeindruckend. Überall hängen unzählige Lampions, die als schmückendes Element für "Chinese New Year" dem Gesamtbild eine einzigartige Pracht verleihen. Hohe Hallen mit großen Statuen reihen sich neben Altären und Wasserbecken. Fremde Klänge liegen in der Luft, Mönche verkaufen kitschige Souvenirs an Klapptischen. Und trotzdem spürt man an jeden Fleck die interkulturellen Gegensätze Malaysias. Besonders, wenn man vor einer gefühlt 30 Meter hohen Buddhastatue steht und hinter sich den Muezzin aus einer nicht weit entfernten Moschee singen hört. Da wird einem dann doch schnell bewusst, wie faszinierend kulturelle Vielfalt, geballt auf einem Ort doch so ist!
( Hinweis: Da sich in meiner Tasche leider auch meine Kamera befand, war es mir im Verlauf der Reise nicht möglich weitere Fotos zu machen. Dank meiner liebsten Mitbewohnerin war das aber halb so schlimm, sie hat einfach doppelt so viele Bilder gemacht :D Ich weise an dieser Stelle nur noch einmal ausführlich darauf hin, dass alle Fotos dieses Eintrags von ihr gemacht wurden! Aus diesem Grund habe ich mich auch etwas eingeschränkt, was die Vielfalt der Bilder betrifft, möchte aber gerne für Interessierte auf ihren Blog hinweisen, der fototechnisch sehr ausführlich und schön gestaltet ist ;)
http://kristingoestohanoi.blogspot.com/ )
Marmeladenglas 3: Cameron Highlands
Nachdem wir uns schwersten Herzens von unserer geliebten Franzi verabschiedet haben, die ja nur ein halbes Jahr mit "kulturweit" nach Hanoi gegangen ist und deswegen schon früher wieder nach Deutschland abreisen muss, trennen wir uns im Vergleich doch eher euphorisch von Penang.
Unser nächstes Ziel sind die Cameron Highlands. Diese Berggruppe in Zentralmalaysia ist vor allem für ihre riesigen Teeplantagen bekannt. Aber die Region lockt auch mit beliebten Trekkingrouten und so begeben Kristin und ich uns direkt nach der Ankunft hinein ins Vergnügen. "Wir wollen ja nur kurz mal ne halbe Stunde die Landschaft anschauen". Ausgerüstet mit einem Reiseführer samt minder ausführlicher Karte und exakt 0,5 Liter Wasser beginnen wir also unsere Reise in die Dschungelberge...
Relativ bald laufen uns eine junge Amerikanerin und eine junge Serbin in die Arme, die (dem Himmel sei Dank) ihre Wandertour mit uns fortsetzen, denn schon bald wird uns allen klar, wir haben nicht den blassesten Schimmer, wo wir uns befinden! Nach 2 Stunden ständigem Bergauf (eigentlich wollen wir die ganze Zeit nichts weiter, als wieder im Tal ankommen), unserem begleitenden Schlachtruf "It can't be any higher! I can see the sky!" kommen wir dann an einen Wegweiser, dessen Schilder leider in alle Richtungen zeigen und komplett undefinierbar sind. Wo war nochmal der Hollywood-Regisseur?! Der hätte an diesem Nachmittag ein oscarreifes Drehbuch gratis bekommen... 4 Frauen, die mitten im Dschungel Malaysias, ausgerüstet mit einer Faltkarte aus dem Hostel, meinem Reiseführer und einem I-Phone "Kompass" ratlos vor einem Wegweiser stehen und über Orientierung diskutieren. Irgendwann brechen wir alle hysterisch lachend zusammen und entscheiden uns quasi weiblicher Intuition folgend für den richtigen Weg. Und siehe da, nach fast 5 Stunden ewig gleich bleibenden Grün sind wir dann auch wieder Teil der Zivilisation :)
Fazit der Tour: 2 unglaublich tolle neue Bekanntschaften (so ein chaotisches, ungeplantes, verzweifeltes Hin und Her schweißt zusammen!) und die Gewissheit niemals, aber auch wirklich niemals ohne Wasser wandern zu gehen!
Auf dem Programm für den zweiten Tag steht dann eine geführte (!) Tour zu den Teeplantagen. Grün soweit das Auge reicht! Über Hügel, Wälder und Felder. Überall erstrecken sich die Teepflanzen, die aussehen, wie zu groß geratene Samtmooskissen. So schön, dass man am liebsten einfach springen würde um von der weich wirkenden Fläche aufgefangen zu werden. In der Teefabrik wird dann der Tee vor einem einmaligen Panorama verköstigt und wir sind uns einmal mehr sicher, dass sich diese Reise gelohnt hat!
Marmeladenglas 4: Taman NegaraDer älteste Regenwald der Erde. Unsere nächste Station. Allein die dreistündige Bootsfahrt, die uns zum Eingang des Nationalparks bringt, führt uns in bisher unbekannte Welten. Vögel, Schmetterlinge, Bäume, die das Ufer des Flusses säumen, ein Sommergewitter. Pure Natur und einstweilige Faszination.
Da wir nach unserer Wandertour in den Camerons irgendwie die Nase vom Laufen immernoch nicht voll haben (ja, an dieser Stelle sind Zweifel bezüglich meines Wohlbefindens angebracht, ich kann nur sagen, ich habe mich selber nicht verstanden!) planen wir eine weitere Dschungeltrekkingtour. 16km auf eigene Faust lautet unser Plan.
Man könnte es auch einfach Optimismus der Jugend taufen, denn wir machen uns tatsächlich sehr früh morgens auf den Weg ins Ungewisse. Diesmal allerdings ausgerüstet mit genügend Wasser, Essen und Karten! So heißt es laufen, laufen, laufen. All day long. Wir werden Zeuge von grün in allen Formen, Farben und Schattierungen, genießen die Abgeschiedenheit, die Natur. Nach anfänglichen Schwierigkeiten (tatsächlich verlaufen wir uns nach der ersten Stunde, sodass wir einen Umweg über einen Berg von 2 km über fast 2 Stunden laufen müssen), kommen wir gegen Mittag doch noch total geschwitzt am Ziel an. Zumindest fast. Zuvor müssen wir noch mit einem kleinen Bötchen über einen Fluss setzen. Der Fahrer versichert uns aber in ca. 30 min noch da zu sein. So gelangen wir frohen Mutes nach "Lata Berkoh", ein paar Stromschnellen, an denen wir unser Halbzeitpicknick verspeisen und uns eine kleine Abkühling gönnen.
Als wir jedoch an den Fluss zurückkommen, ist weit und breit keine Menschenseele mehr zu sehen. Kein Boot, kein Fahrer, kein Touri, kein gar nichts! Wir haben also die Wahl: die Nacht im Dschungel verbringen oder den Fluss zu Fuß durchqueren...Kristin geht als erste, die Tasche mit der Kamera hoch über dem Kopf und ich folge mit 2 Paar Wanderschuhe um den Hals. Ich muss zugeben, dass ich schon ungefährlichere Sachen gemacht habe und dass dieses Unterfangen durchaus hätte schief gehen können! Aber trotzdem möchte ich an dieser Stelle die entwarnende Flagge schwenken. Der Fluss war nicht 2m tief und es gab auch keine Krokodile oder sonstigen unerwünschten Flussbewohner. Zumindest haben wir keine gesehen, bzw. wurden nicht aus dem Hinterhalt angegriffen. Nur um das nochmal klarzustellen und gewisse Gerüchte zu beseitigen... ;)
Kaum am anderen Ufer angekommen, geht das Abenteuer weiter. Meine Hose reist, wir werden von Blutegeln zerfressen und von Matsch und Schweiß gebrandmarkt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir etwas verwundert angeschaut werden, als wir wieder die Zivilisation betreten. Aber ich kann es niemanden verdenken. Der Anblick von 2 jungen Mädchen mit zerzausten, verschwitzen Haaren, blut-/matschbespritzten (in meinem Fall) bis zu den Schuhen zerissenen Hosen, die sich frohen Mutes ihren Weg aus dem Gestrüpp bahnen, ist sicherlich auch unvergesslich :D
Trotzdem sind wir extremst stolz auf uns und unseren 8 1/2 Stunden Trip quer durch das Herz des malaysischen Urwalds.
Es war eine prägende, erschreckende, faszinierende, muskelkaterlastige Erfahrung, die mir einmal mehr gezeigt hat, dass Grenzen nicht gleich Grenzen sind. Der eigene Wille zieht weitaus größere Kreise!
Marmeladenglas 5: Kuala Lumpur die Zweite
Nachdem wir Kuala Lumpur nach unserer ankunft und vor der Abfahrt nach Langkawi ja nur flüchtig durchstriffen haben, widmen wir uns der Stadt jetzt nochmal 2 volle Tage.
Leider kommen wir 1 Tag nach "Chinese New Year" an, weswegen die Stadt Kopf steht und die einzige Bleibe, die wir finden das ranzigste Hostel der Welt sein dürfte. Eine Gefängniszelle mit Stockbett, grauen Betonwänden und keinem Fenster. Also beim Thema "Anspruch" bin ich mittlerweile ganz unten angekommen!
Wir schlendern durch die Stadt, gehen shoppen, besuchen die "Petronas Tower", treffen uns mit Freunden, die wir auf der Reise kennengelernt haben, verleben einen lustigen Abend in einer Bar, fahren in die Batu Caves. Diese sind eine hinduistische Tempelanlage etwas außerhalb der Stadt und wirklich sehr beeidruckend. Inmitten des pulsierenden indischen Lebens, umgeben von Touris, Frauen in Saris, Tauben und Affen passiert man eine Treppe, neben der eine 43m hohe, Goldstatue, eines indischen Kriegsgottes steht und gelangt letzendlich in eine riesige Höhle. Dort befinden sich dann verschiedene Tempel, die überannt von fotografierenden Touristen, zelebrierenden Gläubigen und gackernden Hühnern ein recht eindrucksvolles Bild liefern. Allerdings schlägt der Trubel auch ganz schön aufs Gemüt und ich fühle mich eingeschüchtert, fast schon erdrückt von der Größe, Veilfalt und dem Gewusel.Am Abend des zweiten Tages begeben wir uns dann in den Nachtbus um Malaysia zu verlassen und uns auf in Richtung Singapur zu machen :)
Marmeladenglas 6: Singapur
Leider haben wir bei unserer Entscheidung per Nachtbus nach Singapur zu reisen nicht einkalkuliert, dass Malaysia nicht mit Vietnam zu vergleichen ist. Dort brauchen die Busse ja für gewöhnlich 4 Stunden für 150km, sodass wir uns ganz schön umsehen, als uns der Busfahrer um Punkt 4:15 im Herzen von Singapur aus dem Bus schmeißt. Mitten in der Nacht bahnen wir uns also unseren Weg durch ein fremdes Land, auf der Suche nach unserem Hostel, in welchem wir dann netterweise noch ein paar Stunden auf 2 Sitzsäcken in der Lobby schlafen dürfen.
Halbwegs erfrischt werfen wir uns morgens in den Trubel der Großstadt...und sind erschlagen. Singapur in Worte zu fassen scheint mir unmöglich. Die Stadt ist so einzigartig, faszinierend, unvergleichbar, dass ich nicht wüsste, wie ich ihr je gerecht werden könnte. Alles ist modern, sauber, piekfein. Perfektion im vollsten Maße, ich sehen mich fast nach Ecken und Kanten. Große Gebäude lassen den Kopf schwirren, Lichtinstalationen spielen Zukunfstmelodien, alles wirkt unwirklich, ungreifbar, resistent. Ich kann noch nicht mal abschließend behaupten mir eine wirkliche Meinung gebildet zu haben. Es war einfach zu erschlagend, berauschend und surreal.

Wir besuchen den Botanischen Garten mitsamt seinen gefühlt 300.000 verschiedenen Orchideen, wandeln durch die Wolkenkratzer des Finanzviertel, besuchen den wohl schönsten Louis Vuitton Laden der Welt (dieser ist wie ein Hausboot gestaltet und einfach atemberaubend schön), erleben ein gestelltes, viel zu harmonisches "Little India", fühlen uns in die Zukunft geschleudert, während wir den Marina Bay Garden durchschreiten, in dem sich von menschenhand gebaute "Bäume" befinden, die nebenbei noch verkappte Solaranlagen sind, verbringen, aufgrund von starkem Regen einen ganzen Tag in den unterirdischen, rieeeesigen, modernen Malls, fahren bestimmt 500km Metro, staunen als wir Zeugen von traditionellen "Drachensegnungen" werden, die immer zu Chinese New Year stattfinden, lernen nette Menschen kennen, sind verwirrt, erstaunt, ungläubig. Und wir lernen das Land im Dunkeln kennen. Oh ja! Wir lernen es im Dunkeln kennen! Da verwandelt sich Singapur nämlich nochmal in eine ganz andere Stadt...
Lichter, soweit das Auge reicht, Farben, Formen, eine Skyline wie im Traum. Am eindruckvollsten wird mir dieser Anblick wohl vom 67. Stock des Marina Bay Sands Hotel in Erinnerung bleiben. Dort befindet sich nämlich eine Skybar, in die, wir dank eines Tipps von Freunden, umsonst reinkommen. Und das Ambiente ist wirklich einmalig. Wir fühlen uns frei, ganz Singapur liegt uns zu Füßen!
Auch die Lasershow vor dem Hotel wird sich für immer in mein Gedächtnis einbrennen. Auf Wasserfontänen projizierte Bilder, die mit lautstarker Musik, Feuer, Licht, Laser und Seifenblasen von allen Seiten untermalt werden...Mit Glück, einem charmanten Lächeln und der Tatsache, dass Frauen in manchen Dingen eben bevorteilt werden, schaffen wir es sogar in den berühmten Nachtclub "avalon", der im Hafenbecken vor der Skyline liegt und zufälligerweise "Ladies night" hat. Das bedeutet freier Eintritt, sowie 3 Freigetränke :D Den Gin Tonic werde ich sicherlich auch nie vergessen!
Marmeladenglas 7: Home, sweet home!
So verlassen wir Singapur also fasziniert, verwirrt aber definitiv beeindruckt! Wir legen nochmals eine Zwischenstation in Kuala Lumpur ein, treffen uns mit der dortigen Kulturweitfreiwilligen Christina und begeben uns letzendlich nach 16 Tagen wieder auf den Weg nach Hanoi.
Dort fällt uns das Eingewöhnen zugegebenermaßen etwas schwierig. Haben wir doch gerade eine völlig neue, andere Seite von Asien kennengelernt... Da steht Vietnam auf einmal in einem völlig anderen Licht dar.
Trotzdem freuen wir uns nach der langen Zeit wieder auf unsere Wohnung, Waschmaschine und vor allem unsere Betten!
So schön reisen ist, so viel Spaß Backpacking auch bringt, den Geruch meiner Bettwäsche möchte ich niemals missen! ;)
Marmeladenglas 8 :
Dies ist zwar keine Reisestation gewesen, aber definitiv ein eigenes Marmeladenglas wert.
Das malaysische Essen!
In den 16 Tagen habe ich mich verliebt. Und zwar in die indische Küche! Ob Naanbrot, Curry oder Massalla, selten habe ich konsequent so oft so lecker gespeist. Besonders die Mischung von Indisch und traditioneller, malaysischer Küche ist ein Gaumenerlebnis vom Feinsten! :)








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